Kambô - Die Froschmedizin

kambo2Die hierzulande noch relativ unbekannte Kambô-Froschimpfung (Vacina do Sapo) ist eine traditionelle Heilmethode der Katukina-Indianer des brasilianischen Amazonasgebietes. Die Methode wird seit Jahrtausenden angewendet und wirkt effektiv auf den gesamten menschlichen Organismus. Sie stärkt in erster Linie das Immunsystem und ist stark blutreinigend. Sie hilft bei Angstzuständen, Depressionen und wirkt durchblutungsfördernd. Das Fortschreiten von Krebsleiden soll verzögert werden. Positive Auswirkungen auf Rheuma und sonstige Gelenkerkrankungen werden berichtet.
Eine weitere bemerkenswerte Wirkung ist die deutliche Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Kondition, während zugleich das Bedürfnis zu essen und zu trinken auf ein Minimum reduziert wird. Im spirituellen Bereich entfernt die Impfung "Panema". Das Wort bedeutet soviel wie Unglück oder Pech und bezieht sich vor allem auf die Reinigung schlechter Energien in der Aura des Menschen und verhilft dadurch zu mehr Lebensfreude und auch Glück in der Liebe.
Die Indianer impfen sich vor jeder Jagd, denn die Sehschärfe und akustische Wahrnehmung werden erheblich gesteigert. Langfristig wirkt die wiederholte Behandlung auf fast alle Bereiche des Lebens und reguliert die Gedanken und verleiht Klarheit und Zielstrebigkeit.

Frog Medicine Sapo KamboDer Kambô-Frosch (lat. Phyllomedusa bicolor) ist einer der größten nachtaktiven Laubfrösche Südamerikas. Er lebt fast ausschließlich hoch in den Bäumen und begibt sich nur selten, bei starkem Regen, zur Vermehrung in die Bodenregion. Da er keinerlei natürliche Feinde hat, lässt er sich von den Schamanen einfach vom Baum „pflücken“; der nächtliche Ruf dieses Frosches ist sehr laut und eindeutig erkennbar, wodurch er seinen Standort verrät.
Nach erfolgreichem Fang wird das Hautsekret gewonnen, wobei der Frosch weder getötet noch verletzt wird. Das Gift produziert diese Gattung erst durch die Nahrung, die sie aufnimmt. Die Stoffwechselprozesse aber, die zu dieser Giftproduktion führen, sind noch weitgehend unbekannt. Interessant ist, dass diese Frösche in Gefangenschaft kein Gift mehr produzieren. Noch nie ist es gelungen, die richtigen Nahrungsbedingungen zu schaffen. Ein stetiges und längeres Klopfen auf den Kopfschild oder auch Massieren des ganzen Körpers mit einem Holzstäbchen stimuliert das Tier, sehr langsam das weiße schleimige Sekret abzusondern. Mit dem Holzstab wird diese Substanz abgeschabt und auf einen größeren Holzspatel aufgetragen. Dort trocknet es und kann längere Zeit aufbewahrt werden.

Anwendungsmethode

Das stumpfe Ende eines Stücks dünner Liane oder Holzstäbchens wird an der Kerze entzündet, die Flamme ausgeblasen und durch Pusten zum Glühen gebracht. Die Haut wird an einigen Stellen angesengt und die verbrannte Oberhaut direkt danach mit einem Tuch entfernt. Mit ein paar Tropfen Wasser wird das Sekret aufgeweicht, vom Holzspatel abgeschabt und dabei zu kleinen Kügelchen geformt, die dann mit der Messerklinge oder Stäbchen auf die vorbereiteten Hautstellen gebracht werden.

Vorbereitung zur Behandlung

  • Behandlungen werden am besten morgens mit nüchternen Magen durchgeführt. Dabei ist es wichtig, mind. 12 Std. vorher keine festen Nahrungsmittel mehr zu sich zu nehmen (auch keine Shakes oder Smoothies – Wasser und Kräutertee sind okay)
  • Unmittelbar vor der Behandlung sollen 2 Liter Wasser getrunken werden
  • Am besten trägt man bequeme und lockere Kleidung

Nebenwirkungen

Während einer Kambô-Behandlung gibt es eine unmittelbare Reaktion des Nervensystems, zudem erhöht sich der Puls. Möglicherweise stellt sich Brechreiz ein und bestenfalls erlebt man ein nicht unangenehmes Erbrechen. Schwellungen im Gesicht sind normal und verschwinden relativ rasch nach dem Entfernen der Medizin. Je nach Konstitution vollzieht sich der ganze Prozess innerhalb 30 Min. bis höchstens 1 ½ Std., wobei der intensive Teil zwischen 10 und 20 Minuten dauert.

Stärker als Morphium

Analysen zeigen: Das Gift enthält Demorphin, einen Schmerzkiller, 33 mal stärker als Morphin und Deltorphin. Es enthält eine antibakterielle Substanz, die bei Malaria und AIDS eingesetzt werden könnte. Andere Substanzen wirken gegen Depression und bei Herzerkrankungen.